Was ist Stress? 

Fehlende Gelassenheit ist nicht mit einem einzigen Zustand zu beschreiben. Sie ist ganz individuell und bei jedem Menschen verschieden. Der eine brüllt, der andere jammert und weint. Konkreter kann man sagen: anstelle von Besonnenheit trägt Stress gewisse Verhaltensmuster zur Abwehr in den Vordergrund.

Geschieht etwas anderes als erwartet, erleben wir unsere Ordnung und uns selbst in Gefahr. Diese Gefahr löst immer Stress aus. Dieser wiederum zerstört Gelassenheit.

Stress Symptome

Wer im ständigen Alarmzustand lebt, kann weder schlafen noch entspannen. Und wer nicht entspannt, bekommt nicht die Energie, die er benötigt, um sein Leben zu meistern.

Dauernde Überlastung und Stress machen krank. Es drohen Bluthochdruck, Herz-/Kreislaufprobleme, psychosomatische und psychische Erkrankungen. Auch unsere Sprachmuster können unter den Belastungen leiden. Körperliche Reaktionen wie Hautprobleme, Schweißausbrüche, Muskelverspannungen oder Zittern treten auf. Wir sind angespannt, haben Angst, fühlen uns hilflos und frustriert oder unsicher.

Das Gehirn befindet sich in einer Gefahrensituation und schaltet auf Alarm. Die Reaktionen, die dabei ausgelöst werden, sind vergleichbar mit denen unserer Vorfahren: wir kämpfen oder fliehen.

Der Körper kann nicht unterscheiden, wodurch der Stress ausgelöst wurde. Dann kommt noch dazu, dass unser klares Denken nicht mehr funktioniert, wenn wir sehr aufgeregt sind. Oftmals nehmen wir in dieser Situation selbst gut gemeinte Tipps oder gar Ermahnungen nicht mehr wahr.

Deshalb ist es sehr wichtig, an dieser Stelle rechtzeitig die Spannungen abzubauen. Denn: Merken wir, dass wir von den Schwierigkeiten überrollt werden, nimmt die Ohnmacht Überhand und es gelingt uns vor lauter Ohnmacht nicht mehr, zu Handeln. Wir merken, dass wir den negativen Emotionen ausgeliefert sind und fühlen uns irgendwann als Opfer.

Also: Tun Sie frühzeitig das, was gut für Sie ist!

Stress

Stress bei der Arbeit

Stress am Arbeitsplatz ist ein weitverbreitetes Phänomen. Und so wie es aussieht, wird der Stress aufgrund der erhöhten Leistungsanforderungen in vielen Unternehmungen in den nächsten Jahren noch zunehmen.

Sind Menschen über Wochen, Monate und zum Teil Jahre hindurch mit Arbeitsanforderungen konfrontiert, die sie über- oder auch unterfordern, entsteht ein chronischer Stresszustand. Der Übergang in ein Burnout erfolgt schleichend.

Für die Betroffenen bedeutet das Erleben von Stress einen Verlust an Wohlbefinden und Lebensqualität, die Arbeitsanforderungen werden beeinträchtigt. Für die Unternehmen entstehen ernstzunehmende Konsequenzen bei der Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele.

Auswirkungen von Stress

Abwehrzustände im Stress bauen den Druck immer weiter auf. ist das Maß voll, lassen wir uns zu Abwehrreaktionen hinreißen, die wir hinterher bereuen. Die Probleme vermehren sich und der Stress wächst. Wir können uns nicht mehr konzentrieren und Lösungen finden wir sowieso keine mehr. Wer hier nicht rechtzeitig den Ausstieg schafft, gerät  in einen fatalen Teufelskreis.

Umgang mit Stress

Je weniger gelassen wir sind, desto mehr negative Annahmen treffen wir. Wir könnten genauso gut ein positives Ergebnis annehmen, denn wir wissen ja nicht, was kommt. Doch leider ist der Mensch von Natur aus eher negativ behaftet.

Negative Gedanken ziehen Negative Gefühle und Emotionen nach sich.

Darum ganz wichtig: Entscheiden Sie sich noch heute dafür, Ihren Verstand dafür zu nutzen, auf positive und konstruktive Art und Weise zu denken!

Wie Stress(-Hormone) abbauen? 

Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin sind Stresshormone und werden von den Nebennieren freigesetzt. Nimmt unser Körper etwas als Bedrohung wahr, werden die Nebennieren angeregt, Stresshormone auszuschütten. Diese natürliche Reaktion gibt uns neue Energie und Kraft.

Leben wir in ständiger Hektik, bleibt auch unser Cortisolspiegel hoch. Dies kann zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen führen, da unser Immunsystem geschwächt wird.

Um Gesundheitsproblemen vorzubeugen, ist es sehr wichtig, das Niveau der Stresshormone im Körper zu kontrollieren. Mit kleinen Veränderungen im Alltag und in der Ernährung können wir mit Stress leichter umgehen.

Das beste Mittel gegen Stress ist das Erlernen von Gelassenheit. Mit ihr verschwindet nicht nur die innere Unruhe, wir haben hier auch noch einen viel größeren Nutzen. Gelassenheit schenkt uns Macht, der belastenden Situation gewachsen zu sein. Sie befreit uns von der Angst. Wir schaffen es, in unserem Kopf Ruhe und Ordnung herzustellen und klar zu denken.

Folgende Möglichkeiten helfen, mehr Gelassenheit zu erlernen:

    • Entspannte Musik hören
    • Tiefe Atmung
    • Massage
    • moderater Sport (leichtes Joggen, Joga, Velofahren, wandern etc.)
    • Gartenarbeit
  • Zeit mit der Familie oder Freunden verbringen

Positiver Stress

Fakt ist, dass der Körper reagiert, wenn er Stress empfindet. Wo ist nun der Unterschied zwischen „positivem“ und „negativem“ Stress?

Bei positivem Stress glauben wir daran, dass wir der Herausforderung gewachsen sind und sie dank unserem Einsatz meistern können.

Entsteht jedoch plötzlich aus irgend einem Grund eine Unsicherheit, ob wir der Sache wirklich gewachsen sind, kann sich der positive in negativen Stress entwickeln.

Beruhigungsmittel

Um allmählich wieder in einen gesünderen Lebensrhythmus zu gelangen, kann der vorübergehende Einsatz eines Beruhigungsmittels unterstützende wirken. Beruhigungsmittel ermöglichen echte Ruhe bis der Betroffene gelernt hat, selbst auf die Einhaltung von Pausen und die Signale des eigenen Körpers zu achten.

Beruhigungsmittel sind Mittel gegen Stress und andere Unruhezustände, die beruhigend wirken. Die Medikamente ermöglichen Abstand zu den Sorgen des Alltags und können den Betroffenen sogar einen erholsamen Schlaf ermöglichen.

Je nach Inhaltsstoff bewirken diese Medikamente, dass sich Ängste lösen, die Muskeln entspannen und dass sich Müdigkeit einstellt.

Doch ACHTUNG! Die Einnahme dieser Medikamente ist mit Vorsicht zu genießen. Zu den Nebenwirkungen, die auftreten können, gehören zum Beispiel:

    • Konzentrationsschwierigkeiten
    • verlängerte Reaktionszeiten
    • Koordinationsstörungen
    • Kopfschmerzen
    • Mundtrockenheit
    • Benommenheit
    • Schläfrigkeit
    • depressive Verstimmungen
    • Gewöhnung, die höhere Dosierung erforderlich macht
    • Verdauungsstörungen
  • Verlust der Libido

Dazu kommt: Bei Beruhigungsmitteln dieser Art ist die Gefahr einer Abhängigkeit besonders groß.

Pflanzliche Beruhigungsmittel

Wenn Sie für eine Weile etwas Unterstützung bei der Beruhigung brauchen, sind pflanzliche Medikamente die richtige Alternative.

Wirkstoffe wie der weithin bekannte Baldrian haben sich als traditionelle Mittel gegen Stress bewährt. Baldrian erzeugt keine Abhängigkeit, führt nicht zu Tagesmüdigkeit und kann sogar die Konzentrationsfähigkeit fördern. Die wertvolle Arzneipflanze ist in verschiedenen Formen wie Tabletten oder Tees rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Seine ätherischen Öle lösen Anspannungen der Muskeln und wirken entspannend auf die Psyche. Dadurch findet der Betroffene nicht nur Ruhe, sondern kann auch bestehende Schlafstörungen überwinden.


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