Was ist Stress? 

Fehlende Gelassenheit ist nicht mit einem einzigen Zustand zu beschreiben. Sie ist ganz individuell und bei jedem Menschen verschieden. Der eine brüllt, der andere jammert und weint. Konkreter kann man sagen: anstelle von Besonnenheit trägt Stress gewisse Verhaltensmuster zur Abwehr in den Vordergrund.

Geschieht etwas anderes als erwartet, erleben wir unsere Ordnung und uns selbst in Gefahr. Diese Gefahr löst immer Stress aus. Dieser wiederum zerstört Gelassenheit.

Unser Körper schüttet bei Stress das Hormon Cortisol aus, das den Blutzuckerspiegel sowie  den Blutdruck regulieren soll. Das Hormon versucht damit, Sie gesund zu halten und Infektionen vorzubeugen. Auch die Leistungsfähigkeit wird mit Cortisol aufrecht erhalten. Meist funktioniert das auch ganz gut. Wird der Stress jedoch chronisch, weil sich der Körper nur noch Stress empfindet,  wird Ihr Körper krank!

 

Was stresst uns?

Haben wir heute weniger Stress als früher, als die Menschen weniger zu Essen hatten, die medizinische Versorgung nicht immer gewährleistet war, als hierzulande Kriege herrschten?

Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Selbst Kinder äussern sich regelmässig über Stress in ihrem noch jungen Leben! Stress hat seinen festen Platz in unserem Alltag.

Heute beruht Stress auf anderen Ereignissen als früher. Zwar gibt es heute noch Naturgewalten oder persönliche Schicksale. Aber relevant sind heute die alltäglichen Widrigkeiten wie Zeitdruck, Hektik, Stau und Mehrfachbelastungen. Sie prägen unser Leben und können auch stressresistente Menschen auf die Dauer überfordern.

 

Ich meine „Angst“ oder „ich bin wichtig“

Auf der einen Seite leiden wir unter Stress, auf der andern Seite möchten wir uns lebendig, aktiv und dynamisch fühlen. Die volle Agenda zeugt von Fleiss und Ehrgeiz. Dadurch erscheinen wir als interessant und wir haben das Gefühl, unentbehrlich zu sein.

Doch Stress haben nicht nur berufstätige Menschen mit einer vollen Agenda. Auch Armut, die Familie, die Kindererziehung oder die Unterforderung kann Stress verursachen.

Wichtig ist, die Dosierung und die Dauer des Stresses. Sie entscheiden, ob der Körper Schaden nimmt am Stress oder nicht.

 

Ich bin glücklich

Diese Aussage kennen die meisten Menschen: ‘Ein wenig Stress muss sein, um Bestleistungen zu erbringen’. Das ist richtig. Die besten Leistungen erbringen wir bei einer Dosis von mittlerem Stress. Das heisst, wenn wir gar keine Anspannung in uns haben, kann es sein, dass uns der Antrieb fehlt, überhaupt eine Leistung zu erbringen.

Aber…

Positiver Stress

Fakt ist, dass der Körper reagiert, wenn er Stress empfindet! Wo ist nun der Unterschied zwischen „positivem“ und „negativem“ Stress?

Bei positivem Stress glauben wir daran, dass wir der Herausforderung gewachsen sind und sie dank unserem Einsatz meistern können.

Entsteht jedoch plötzlich aus irgend einem Grund eine Unsicherheit, ob wir der Sache wirklich gewachsen sind, kann sich der positive in negativen Stress entwickeln.

Wichtig ist die Dosierung und die Dauer des Stresses.

 

Ich werde krank

Wer im ständigen Alarmzustand lebt, kann weder schlafen noch entspannen. Und wer nicht entspannt, bekommt nicht die Energie, die er benötigt, um sein Leben zu meistern.

Dauernde Überlastung und Stress machen krank. Es drohen Bluthochdruck, Herz-/Kreislaufprobleme, psychosomatische und psychische Erkrankungen. Auch unsere Sprachmuster können unter den Belastungen leiden. Körperliche Reaktionen wie Hautprobleme (Stresspickel), Schweissausbrüche, Muskelverspannungen oder Zittern treten auf. Wir sind angespannt, haben Angst, fühlen uns hilflos und frustriert oder unsicher.

Das Gehirn befindet sich in einer Gefahrensituation und schaltet auf Alarm. Die Reaktionen, die dabei ausgelöst werden, sind vergleichbar mit denen unserer Vorfahren: wir kämpfen oder fliehen.

Der Körper kann nicht feststellen, wodurch der Stress ausgelöst wurde. Dann kommt noch dazu, dass unser klares Denken nicht mehr funktioniert, wenn wir sehr aufgeregt sind. Oftmals nehmen wir in dieser Situation selbst gut gemeinte Tipps oder gar Ermahnungen nicht mehr wahr.

Deshalb ist es sehr wichtig, an dieser Stelle rechtzeitig die Spannungen abzubauen. Denn: Merken wir, dass wir von den Schwierigkeiten überrollt werden, nimmt die Ohnmacht Überhand und es gelingt uns vor lauter Ohnmacht nicht mehr zu handeln. Wir merken, dass wir den negativen Emotionen ausgeliefert sind und fühlen uns irgendwann als Opfer.

Also: Tun Sie frühzeitig das, was gut für Sie ist!

 

Kostenlos zu mehr Gelassenheit!

 

Störfaktor Chef

Stress am Arbeitsplatz ist ein weitverbreitetes Phänomen. Und so wie es aussieht, wird der Stress aufgrund der erhöhten Leistungsanforderungen in vielen Unternehmungen in den nächsten Jahren noch zunehmen.

Sind Menschen über Wochen, Monate und zum Teil Jahre hindurch mit Arbeitsanforderungen konfrontiert, die sie über- oder auch unterfordern, entsteht ein chronischer Stresszustand. Der Übergang in ein Burnout erfolgt schleichend.

Für die Betroffenen bedeutet das Erleben von Stress einen Verlust an Wohlbefinden und Lebensqualität, die Arbeitsanforderungen werden beeinträchtigt. Für die Unternehmen entstehen ernstzunehmende Konsequenzen bei der Erreichung ihrer wirtschaftlichen Ziele.

  

Stress vorbeugen

 

 

Umgang mit Stress

Je weniger gelassen wir sind, desto mehr negative Annahmen treffen wir. Wir könnten genauso gut ein positives Ergebnis annehmen, denn wir wissen ja nicht, was kommt. Doch leider ist der Mensch von Natur aus eher negativ behaftet.

Negative Gedanken ziehen Negative Gefühle und Emotionen nach sich.

Darum ganz wichtig: Entscheiden Sie sich noch heute dafür, Ihren Verstand dafür zu nutzen, auf positive und konstruktive Art und Weise zu denken!

 

Wieso gibt es Durchfall?

In der Darmwand befinden sich über 100 Millionen Nervenzellen. Das ist sonst nur noch im Gehirn der Fall. Darum wird der Darm auch als ‚Bauchgehirn‘ bezeichnet. Bei vielen Menschen wird keine organische Ursache für das flaue Gefühl im Magen oder den Durchfall gefunden. Der Durchfall kommt dann, wenn man ich überhaupt nicht brauchen kann - bei starken emotionalen Verspannungen oder bei psychischer Belastung.

In solchen Fällen können Entspannungstechniken Abhilfe schaffen.

 

Was essen?

In stressigen Situationen nehmen wir uns kaum Zeit, richtig zu Essen und greifen lieber zum Schokoriegel. Es ist notwendig, bei Stress zu essen, denn der Körper braucht diese Energie, um die Konzentration aufrecht zu halten.

Doch wichtig ist, die richtigen Nährstoffe zu sich zu nehmen, damit der Körper sie auch verwerten kann und sich das Essen im Körper nicht als Fett einlagert.

 

Die wichtigsten Nährstoffe gegen Stress:

Magnesium

Sorgt für ein Gleichgewicht im Stoffwechsel, gesunde Nerven und ein gesundes Gehirn. Magnesium wirkt entzündungshemmend und krampflösend, verringert Anspannung oder Nervosität und mindert Stress.

 

Kalzium

Stärkt Knochen und Muskeln und sorgt für einen gesunden Herzrhythmus sowie Stoffwechsel. Ein Mangel an Kalzium kann zu Osteoporose oder Muskelschwäche führen und Angstzustände auslösen.

 

Kalium

Reguliert den Blutdruck und gewährleistet die Funktionalität unserer Muskulatur. Ein Mangel kann zu Lähmungserscheinungen, Bluthochdruck oder Unruhe führen.

 

Tryptophan

Aus L-Tryptophan entstehen Hormone und Vitamine, die für unser Wohlbefinden sorgen. Ein Mangel äussert sich in Stimmungsschwankungen und Müdigkeit.

 

Omega-3-Fettsäuren

Wirken beruhigend, indem sie das bei Stress ausgeschüttete Hormon Adrenalin im Körper senken.

 

Vitamin B

Es gibt acht B-Vitamine, deren Funktionen zusammenhängen. Bei einem Mangel sind meist mehrere B-Vitamine betroffen. B-Vitamine sind für den Stoffwechsel und das Nervensystem wichtig. Eine besondere Rolle spielt Vitamin B12.

 

Vitamin B12

Das Vitamin B12 ist an der Blutbildung beteiligt und schützt das Herz-Kreislauf-System sowie unser Nervensystem. Es fördert die Konzentration und beruhigt den Körper. Ein Mangel an diesem Vitamin macht müde und schwach.

 

Vitamin C

Die Ascorbinsäure (Vitamin C) ist ein wichtiges Antioxidationsmittel, das freie Radikale im menschlichen Körper neutralisiert, die vor allem unter Stress gebildet werden. Vitamin C bekämpft damit Stress, fördert die Konzentration und Stimmung.

 

Vitamin D

Dieses Vitamin wirkt gegen Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Schlafstörungen.

 

Mit diesen Lebensmitteln beugen Sie Stress vor:

Vollkornnudeln, Knäckebrot oder Müsli
> perfekte Magnesium-Lieferanten

Bananen
> ist eine echte Magnesium-Bombe

Hülsenfrüchte
>
Linsen, Bohnen oder Erbsen liefern Magnesium und auch viel Kalzium

Kakao
>
Dunkle Schokolade (mind. 70 % Kakaoanteil) ist eine gute Magnesium- und Tryptophan-Quelle

Nüsse
>
enthalten Magnesium, Vitamin B, Vitamin E und Kalium

Haferflocken
>
Magnesium-Lieferant, der auch B-Vitamine enthält

Milchprodukte
> enthalten Vitamin B, Kalzium

Eigelb
> sehr gute Quelle für Vitamin B12

Süßkartoffel
> Vitamin-Bombe und sorgt für Vitamin A, B und C

Zitronen
> enthält wertvolle Antioxidantien wie Vitamin C

Rotkohl
> enthält für viel Vitamin C und Kalium

Broccoli
> Entzündungshemmer!,  liefert dem Körper Kalium

Lachs
> enthält Omega-3-Fettsäuren

 

Wie ungewünschte Hormone abbauen? 

Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin sind Stresshormone und werden von den Nebennieren freigesetzt. Nimmt unser Körper etwas als Bedrohung wahr, werden die Nebennieren angeregt, Stresshormone auszuschütten. Diese natürliche Reaktion gibt uns neue Energie und Kraft.

Leben wir in ständiger Hektik, bleibt auch unser Cortisolspiegel hoch. Dies kann zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen führen, da unser Immunsystem geschwächt wird.

Um Gesundheitsproblemen vorzubeugen, ist es sehr wichtig, das Niveau der Stresshormone im Körper zu kontrollieren. Mit kleinen Veränderungen im Alltag und in der Ernährung können wir mit Stress leichter umgehen.

Das beste Mittel gegen Stress ist das Erlernen von Gelassenheit. Mit ihr verschwindet nicht nur die innere Unruhe, wir haben hier auch noch einen viel grösseren Nutzen. Gelassenheit schenkt uns Macht, der belastenden Situation gewachsen zu sein. Sie befreit uns von der Angst. Wir schaffen es, in unserem Kopf Ruhe und Ordnung herzustellen und klar zu denken.

Folgende Möglichkeiten helfen, Stress zu reduzieren, zu bewältigen oder gar zu vermeiden und mehr Gelassenheit zu erlernen:

    • Entspannte Musik hören
    • Massage
    • moderater Sport (leichtes Joggen, Joga, Velofahren, wandern etc.)
    • Gartenarbeit
    • Zeit mit der Familie oder Freunden verbringen

 

Stress abbauen und vorbeugen

 

 

Wieso hilft Sport?

Wenn wir uns bewegen, werden stimmungsaufhellende Botenstoffe, Endorphine,frei. Wenn Glückshormone den Organismus durchfluten, entspannen wir uns. Wir fühlen uns wohl und die Fähigkeit, gesund mit Belastungen umzugehen, steigt.

Beim Schwimmen entsteht zusätzlich das Gefühl, vom Wasser getragen zu werden.

Aber auch mit Krafttraining arbeitet man Stress aktiv entgegen: Der Aufbau der Muskulatur und der eigenen Kräfte kann ausserdem eine Veränderung des eigenen Selbstwerts herbeiführen.

Beim Joggen kann man dem Stress regelrecht davonlaufen. Allein dieser Gedanke kann befreiend wirken.

Die stressabbauenden Wirkungen des Sports lassen sich optimieren, indem man die Auswahl der Sportart genau auf den eigenen Stresstyp abstimmt:

 

Weshalb sollten Diabetiker Stress vermeiden?

Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, sollten auf jeden Fall versuchen Stress zu vermeiden. Bei der Arbeit sollten regelmäßige Pausen eingelegt werden und die Mittagspause für einen Spaziergang genutzt werden.

Die entsprechenden Medikamente müssen regelmäßig eingenommen werden. Das gleiche gilt auch bei der Ernährung. Stress kann nämlich die Diabetes noch verstärken, weil bestimmte Hormone wie Adrenalin oder Cortisol ausgeschüttet werden, die das Insulin beeinflussen können, so dass dann der Blutzucker steigt.

  

Tabletten

Um allmählich wieder in einen gesünderen Lebensrhythmus zu gelangen, kann der vorübergehende Einsatz eines Beruhigungsmittels unterstützende wirken. Beruhigungsmittel ermöglichen echte Ruhe bis die betroffene Person gelernt hat, selbst auf die Einhaltung von Pausen und die Signale des eigenen Körpers zu achten.

Beruhigungsmittel sind Mittel gegen Stress und andere Unruhezustände, die beruhigend wirken. Die Medikamente ermöglichen Abstand zu den Sorgen des Alltags und können den Betroffenen sogar einen erholsamen Schlaf ermöglichen.

Je nach Inhaltsstoff bewirken diese Medikamente, dass sich Ängste lösen, die Muskeln entspannen und dass sich Müdigkeit einstellt.

Doch ACHTUNG! Die Einnahme dieser Medikamente ist mit Vorsicht zu genießen. Zu den Nebenwirkungen, die auftreten können, gehören zum Beispiel:

    • Konzentrationsschwierigkeiten
    • verlängerte Reaktionszeiten
    • Koordinationsstörungen
    • Kopfschmerzen
    • Mundtrockenheit
    • Benommenheit
    • Schläfrigkeit
    • depressive Verstimmungen
    • Gewöhnung, die höhere Dosierung erforderlich macht
    • Verdauungsstörungen
    • Verlust der Libido

Dazu kommt: Bei Beruhigungsmitteln dieser Art ist die Gefahr einer Abhängigkeit besonders groß!

 

 

Pflanzliche Beruhigungsmittel

Wenn Sie für eine Weile etwas Unterstützung bei der Beruhigung brauchen, sind pflanzliche Medikamente die richtige Alternative.

Wirkstoffe wie der weithin bekannte Baldrian haben sich als traditionelle Mittel gegen Stress bewährt. Baldrian erzeugt keine Abhängigkeit, führt nicht zu Tagesmüdigkeit und kann sogar die Konzentrationsfähigkeit fördern. Die wertvolle Arzneipflanze ist in verschiedenen Formen wie Tabletten oder Tees rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die ätherischen Öle des Baldrians lösen Anspannungen der Muskeln und wirken entspannend auf die Psyche. Dadurch findet die betroffene Person nicht nur Ruhe, sondern kann auch bestehende Schlafstörungen überwinden.

  

 

Kostenlos zu mehr Gelassenheit!