Resilienz

 

 

 

 

 

Resilienz - sie ermöglicht den Menschen Lebenskrisen ohne langfristige Beeinträchtigungen zu meistern. Resilienz ist wie eine magische Kraft. Sie hilft uns, trotz schlechten, deprimierenden oder gar traumatischen Erfahrungen wieder in ein glückliches Leben zurückzufinden. Resilienz kann in jedem Lebensalter gelernt werden.

In der heutigen Welt, wo Menschen immer höhere Belastungen verspüren, ist Resilienz eine wichtige Voraussetzung, um gesund zu bleiben: Viele von uns erleben zunehmende Stressfaktoren im täglichen Leben - am Arbeitsplatz, aber auch im Privatleben: Die ständige Erreichbarkeit, die Informationsflut, das unsichere wirtschaftliche Umfeld, sich laufend verändernde Ansprüche im Beruf und in der Familie usw. Alle diese Faktoren beanspruchen unsere physischen wie auch psychischen Ressourcen oft viel mehr, als uns selbst noch als "gesund" vorkommt.

Resilienz schenkt uns die Fähigkeit, Krisen als Anlass für Entwicklung zu nutzen. Sie ermöglicht uns Rückgriff auf persönliche und soziale Ressourcen. Im Resilienzprozess greifen Menschen auf ihre guten Erfahrungen und ihr soziales Umfeld zurück. Auf diese Weise können sie bewusst handeln, um eine gute Lösung zu erzielen.

 

 

 

Was ist Resilienz?

Resilienz ist die Widerstandskraft der Seele gegenüber Belastungen. Resiliente Menschen können Lebenskrisen ohne Beeinträchtigungen meistern. In der heutigen Zeit, wo viele Menschen immer grösseren Belastungen ausgesetzt sind, gewinnt Resilienz im Beruf sowie Privat immer mehr an Bedeutung.

Krisen gehören zu unserem Leben. So hören wir in den Nachrichten täglich Meldungen von Krisen. Menschen stehen vor einer Trennungen in der Partnerschaft, sie werden krank, haben einen Unfall oder sie sterben. Im Beruf gibt es Umstrukturierungen, Überstunden werden angeordnet oder Kündigungen werden ausgesprochen.

Resiliente Menschen schaffen es, aus diesen Krisen neue Kraft zu schöpfen und stärker ins Leben zurückzukehren. Wichtig ist es, eine vorübergehende Beeinträchtigung in der Krise zu akzeptieren und sich genügend Zeit für die Regeneration zu nehmen. Wird die Situation nicht akzeptiert, entsteht eine grosse körperliche oder seelische Belastung, Stress entsteht. Die Bewältigung der Krise wird nur noch negativ gesehen und die Spirale beginnt sich nach unten zu drehen.

Krisenbewältigung beginnt damit, dass die negativen Gedanken gegenüber der Krise aufgehoben werden. Es gibt Menschen, die erzählen, dass sie ihren Erfolg einer Krise zu verdanken haben.  Es kann nämlich sein, dass man eine  längst anstehende Entscheidung in einer Krisensituation endlich fällt. 

 

 

 

Resilienz fördern durch Fragen stellen

Viele Krisen weisen uns auf etwas hin, was wir bisher nicht beachtet haben.  Deshalb kann es sinnvoll sein, sich über folgende Fragen Gedanken zu machen:

  • Was muss ich akzeptieren damit ich weiterkomme?
  • Was muss sich ändern um aus der Krise herauszukommen?
  • Wen brauche Ich jetzt an meiner Seite, wer kann mich unterstützen?
  • Wer oder was gibt mir jetzt halt?
  • Was macht mein Leben lebenswert?

Eine Krise wird vielfach als Bedrohung empfunden. Sie ist aber vielfach auch eine Chance, um weiterzukommen.  Krisen stellen uns Aufgaben. Können wir diese Aufgaben erfolgreich meistern, können wir gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Natürlich erlebt auch ein resilienter Mensch Höhen und Tiefen in seinem Leben. Wichtig ist jedoch, eine Balance zu finden, zum Beispiel zwischen Enttäuschung und Optimismus. Resilienz kann gefördert werden, indem man Rückschläge als ganz normale Prozesse des Lebens betrachtet.

 

 

 

Merkmale der Resilienz

Diese Menschen sind emotional stabil. Sie sind gelassen und können sich selbst abgrenzen. Sie haben ein gesundes Selbstwertgefühl und sind zuversichtlich, dass Situationen ein gutes Ende nehmen.

Resiliente Menschen beherrschen flexibles Denken. Sie können ihre Gedanken auch in der Krise auf das Positive lenken. Dies ist ein Unterschied zum positiven Denken. Die Gedanken auf das Positive zu lenken, hilft Enttäuschung wegzuschieben. Die Kraft für die Lösung des Problems wird aktiviert und beibehalten. Es ist auch wichtig, die inneren Dialoge auf einem positivem Level zu halten. Nur so geraten Sie nicht in die negative Spirale.

Hilfe anzunehmen ist eine weitere Fähigkeit von resilienten Menschen. Wenn sich jemand in einer Krise befinden, sieht er oftmals nur noch das Negative. Dadurch ist er unfähig zu handeln und nach Lösungen zu suchen. Wenn sich diese Menschen dann an nahestehende Personen wenden, wollen Sie oftmals nicht über ihre Krise sprechen. Manchmal ist es auch von Vorteil, wenn sich diese Menschen an einen professionellen Coach oder Arzt wenden, um sich aus der Krise helfen zu lassen. Denn das nahestehende Umfeld ist oft selbst überfordert mit der Situation. Es sollte in dieser Situation nur unterstützend wirken, ohne die Person zum Sprechen zu zwingen oder sie zurechtzuweisen.

 

Resilienz

 

 

An sich selbst glauben

Auch Vorbilder können helfen, die Situation oder die Krise leichter zu überstehen.

Realismus ist wichtig, um die eigene Situation möglichst so zu betrachten wie sie ist. Zusätzlich machen sich die Menschen Gedanken über das Schlimmstmögliche, das eintreffen kann. Diese Gedanken werden jedoch nicht überbewertet. Dies hilft, nicht in Panik zu geraten, falls sich die Situation verschlechtert.

Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass die Lösung der Krise jetzt, in der Gegenwart beginnt. Fehler in der Vergangenheit müssen Sie analysieren. Dann sollten Sie in der Gegenwart damit beginnen, das Ziel zu erreichen. Es ist notwendig überzeugt zu sein, dass man dieses Ziel auch erreichen wird. Während der Zielverfolgung muss das Ziel immer vor Augen bleiben. Somit können Sie den dem Weg dorthin eventuell korrigieren, falls die Richtung nicht mehr ganz stimmt. Dabei ist es wichtig aktiv dabei zu bleiben, damit Sie die Dinge selbst steuern können.

Sie können nicht alles beeinflussen was in Ihrem Leben passiert. Aber Sie können Ihr Denken darüber beeinflussen. Wichtig ist es, die Opferrolle zu verlassen. Hören Sie auf, sinnlos zu kämpfen. Suchen Sie nicht immer einen Schuldigen. Suchen Sie eine Lösung, um das Beste aus der Situation zu machen. Üben Sie sich im Loslassen und Akzeptieren. Achten Sie gut auf sich selbst.  Finden Sie den Sinn für ihr Leben.